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KW 24/22

 

Rapskurse an der MATIF mit Schwächetendenz

Die Rapskurse für neue Ernte befinden sich nun seit 4 Wochen im Rückwärtsgang. Zwischenzeitlich ist der Liefertermin AUG22 in einem Tief um 760 €/t angekommen. Aktuell ist zwar eine gewisse Stabilisierung zu erkennen, ob jedoch das Niveau gehalten werden kann ist noch fraglich. Vieles wird davon abhängen, wie sich die Witterung in den nächsten Wochen in den wichtigen Erzeugerregionen entwickelt. Raps wird bekanntlich zu gut 90% auf der Nordhalbkugel erzeugt.

Die neueste USDA-Schätzung (US-amerikanisches Agrarministerium) vom 10. Juni 2022 zeichnet für den Ölsaatenkomplex für die Saison 2022/23 in Summe ein optimistisches Bild Das USDA sieht bei Raps eine Spitzenernte von 80,8 Mio.t und prognostiziert bei einem Verbrauch von 78,4 Mio.t damit auch eine Erholung der Endbestände zum 30.06.2023 auf 6 Mio.t. Noch optimistischer sind die Zahlen im Sojasektor. Hier soll eine Ernte von 395,4 Mio.t eingefahren werden können. Bei einem Verbrauch von 377,9 Mio.t würde daraus ein Anwachsen der Endbestände auf 100,5 Mio.t resultieren. Nur 2018/19 waren die Sojabestände zum Wirtschaftsjahresende höher. Lediglich bei Sonnenblumen sieht die Bilanz deutlich schwächer aus als in den Vorjahren. In der Ukraine werden voraussichtlich mit 9,5 Mio.t gut 8 Mio.t weniger Sonnenblumenkerne geerntet als im Vorjahr. Damit bricht die Erzeugung von 57,4 Miot im Vorjahr auf 49,2 Mio.t in 2022/23 ein. Weiterhin unklar bleibt, ob die Agrargüter aus der Ukraine ihren Weg auf den Weltmarkt finden können, zumal die letzten Gespräche über Transportkorridore ergebnislos blieben.

Gestützt werden die Rapspreise und –kurse weiter von den Energie- und Rohölpreisen sowie vom schwachen Euro. Dennoch könnte die beste Zeit, den Raps der neuen Saison zu vermarkten, schon vorüber sein. Vorausgesetzt es gibt keine weiteren Überraschungen. Wovor wir aber mit Blick auf die neue Ernte auch noch nicht sicher sein können. Wer noch Raps der neuen Ernte vermarkten muss sollte darüber nachdenken, zumindest Teile auf die sichere Seite zu bringen.


© W. Schmid, LEL Schwäbisch Gmünd
www.agrarmaerkte-bw.de

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