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Pflanzenschutz-Hinweis Gemüsebau Südbaden (KW 21)

Datum: 23.05.2019

Möhrenfliege
Die Möhrenfliege ist auf allen Standorten stark zurückgegangen. Nirgendwo wird mehr die Schadschwelle erreicht. Maßnahmen sind keine mehr nötig. Bedeckungen zum Schutz ge-gen diesen Schädling können abgenommen werden. In den vergangenen Wochen hat die Möhrenfliege vor allem in überwinterter Petersilie Eier abgelegt. Diese sollte jetzt gemulcht und die Wurzeln möglichst gut zerkleinert werden, um ein schnelles Verrotten zu ermögli-chen. Das verhindert, dass die dort fressenden Maden sich fertig entwickeln. So kann die Zahl der Möhrenfliegen in der nächsten Generation etwas reduziert werden. Diese wird voraussichtlich ab Ende Juni erscheinen.
Blattläuse
Erste Ansiedlungen von Johannisbeer-Salatblattläuse (Nasonovia ribesnigri) sind in Salat zu finden. Die Bedingungen für Verbreitung und Vermehrung dieser im Salat wichtigsten Lausart sind sehr günstig. Mit Confidor WG 70 oder Cruiser 70 WS behandelte Jungpflanzen dürfen nur noch in Gewächshäusern gepflanzt werden. Salate im Frei-land sollten deshalb bald nach dem Pflanzen kon-trolliert und ggf. behandelt werden. Welche ökologischen Vorteile sich von einer flächigen Spritzung bei einem Deckungsgrad der Kultur von 10 % ergeben gegenüber einer Jungpflanzen- oder Saatgut-behandlung, also den Verfahren mit der größtmöglichen Wirkstoffeinsparung, darüber sollte man lie-ber nicht anfangen nachzudenken.Bild: Die gut 1 cm großen Raupen von Schattenwicklern (Cnephasia sp.) fressen an Salat zwischen zusammengesponnenen Blättern.

Raupen
Bei den Bestandeskontrollen kann man im Salat auch Raupen von Schattenwicklern finden. Meist sind nur einzelne Pflanzen befallen. Eine gezielte Bekämpfung dürfte deshalb nur in seltenen Fällen nötig sein.

Kulturschutznetz hält Kohlerdflöhe ab
Bild: : Den höchsten Wirkungsgrad gegen Kohlerdflöhe hat ein feinmaschiges Netz.


Kohlerdflöhe
Die Erdflöhe sind in den vergangenen Wochen in alle unbedeckten Bestände von Rettich/ Radies, Ru-cola oder Kohl eingewandert. Dank der wechselhaf-ten Witterung hielt sich ihre Aktivität lange in Gren-zen. Nun sind erste Schäden zu sehen.
Die (Neben)Wirkung von Plenum 50 WG, SpinTor, Coragen gegen Erdflöhe ist oft besser als die von Pyrethroiden (Karate Zeon, Evure, Cyperkill, Bull-dock etc.). Auch Benevia (Notfallzulassung in Radieschen gegen Kohfliege) hat eine Nebenwirkung ge-gen Erdflöhe. Die größte Sicherheit bietet das Abdecken mit Netz (max. 0,8 mm) gleich nach dem Pflanzen bzw. vor dem Auflaufen. Wenn sich bereits viele Tiere auf der Fläche befin-den, sollte vor dem Zudecken eine Behandlung stattfinden, sonst ist der Aufwand vergebens.
Zulassungen
Mavrik Vita: Gegen beißende Insekten (auch Rapsglanzkäfer), Blattläuse. Eine Anwendung mit 200 ml/ha in Rosenkohl, Brokkoli, Chicorée (Feldanbau für Treiberei), Rettich, Radies mit WZ (FL)=7 Tage und Kohlrübe, Speiserübe, Möhre, Petersilienwurzel, Pastinak, Meerrettich, Rote Bete, Knollensellerie, Süßkartoffel, Topinambur Wurzelzichorie mit WZ (FL)=14 Tage. (NB6623: Nicht in Mischung mit Ergosterol-Biosynthese-Hemmern auf von Bienen beflogene Pflanzen anwenden, außer nach Ende des täglichen Bienenfluges bis 23 Uhr.)
Alfatac 10 EC (100 g/l Alpha-Cypermethrin): In Kopfkohle, Brokkoli, Blumen- und Grünkohl Brokkoli gegen Schmetterlingsraupen mit 2 x 100 ml/ha, gegen Erdflöhe mit 2 x 75 ml/ha. WZ (FL)=7 Tage. In Erbse gegen Blattrandkäfer mit 2 x 125 ml/ha und Erbsenwickler in 2 x 100 ml/ha. WZ (FL)=1Tag. In Dicke Bohne gegen Blattrandkäfer mit 2 x 125 ml/ha. WZ (FL)=7 Tage. (B1: blühende oder von Bienen beflogene Pflanzen nicht behandeln)

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