Pflanzenschutzmeldung_Ackerbau_Nr.11

Informationsdienst Pflanzenbau und Pflanzenschutz
Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald, Fachbereich Landwirtschaft

08.06.2021

Mais
Früh gesäte Maisbestände sind im 6 – 7 Blattstadium. Die Herbizid-maßnahmen zeigen insgesamt eine gute Wirkung und sollten in den nächsten Tagen abgeschlossen werden. Zur Wochenmitte sind günstige und trockene Bedingungen bei 15°C Nacht- und maximal 30°C Tagestemperaturen gegeben. Nach dem Niederschlag sollte ein Tag abgewartet werden bis sich auf dem Maisblatt wieder eine Wachsschicht gebildet hat. Winden und Windenknöterich lassen sich mit 0,35 – 0,5 l/ha Mais - Banvel WG bereinigen, bei höherer Aufwandmenge keine Zumischungen verwenden. Eine große Anzahl von Unkräutern wie z.B. Ackerminze, Beinwell, Beifuss, Ampfer und Distelarten lassen sich z.B. mit oder Arrat und Dash 0,2 kg/ha + 1 l/ha gut bekämpfen. Die beste und verträglichste Wirkung, wird bei wüchsig-warmen Bedingungen erreicht. Um den Mais zu schonen, sollte die Spritzung am besten im Unterblattverfahren durchgeführt werden.

Winterweizen
Der Winterweizen ist im Stadium EC 65 Vollblüte, durch den gefallenen Regen ist von einer Fusarium-infektion auszugehen. Bei Mulchsaat und Maisvorfrucht wird das Infektionsrisiko zusätzlich gefördert. Der beste Wirkungsgrad wird erreicht, wenn zwei Tage vor oder nach dem Niederschlag behandelt wird. Folgende Produkte können eingesetzt werden, Prosaro, Sympara, Skyway Xpro, sowie Osiris, dieses Mittel sollte in diesem Jahr noch aufgebraucht werden. Das Mittel DON-Q ist ein Spezialfungizid (auch in diesem Jahr noch aufbrauchen) und hat nur eine reduzierende Wirkung auf die Mykotoxinbildung, nicht aber auf andere Pilzkrankheiten an Winterweizen. Sollen Pilzkrankheiten wie Mehltau, Septoria oder DTR miterfasst werden, kann z.B. ein Folicur zugemischt werden.

Grünland
Die Blüte des Jakobskreuzkrautes ist in vollem Gange, deshalb ist eine nachhaltige Weidepflege sinnvoll. Das Abblühen, verbunden mit Samenflug sollte in jedem Falle vermieden werden. Bei wenigen Exemplaren auf der Fläche ist das komplette mechanische Entfernen der Pflanze samt Wurzel sinnvoll. Bei derzeit feuchten Bedingungen und wenigen Pflanzen, ist dies am besten mit der Grabegabel zu erreichen. Pflanze und Wurzel entfernen und entsorgen, um ein Nachreifen des Samens auf der Fläche zu verhindern.
raphael.maurath@lkbh.de

 

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