Pflanzenschutzmeldung_Ackerbau_Nr.5

Informationsdienst Pflanzenbau und Pflanzenschutz
Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald, Fachbereich Landwirtschaft

07. April 2021

Winterraps
Der Raps ist im EC-stadium 55 – 60, Knospenstadium kurz vor Blühbeginn. Die kühlen ersten Apriltage mit frostigen Nächten bremsen momentan die weitere Rapsentwicklung. Um Resistenzen vorzubeugen, ist jede unnötige Behandlung zu vermeiden, deshalb strikt die Schadschwellen beachten. Der Rapsglanzkäfer (RGK) schädigt solange die Knospen geschlossenen sind, ist der Bestand am Blühen ist die Schädigungsphase des RGK beendet. Da der RGK vom Rand her in den Bestand zufliegt, reicht es nach dem Bekämpfungsrichtwert einzelne Pflanzen auszuzählen. In einem schwachen Bestand, können 5 Käfer pro Pflanze toleriert, in einem üppigen Bestand können 10 Käfer pro Pflanze toleriert werden. Das ist am einfachsten zu ermitteln, durch Abklopfen einer Pflanze in eine Gelbschale.
Die Pyrethroide der Klasse II, IRAC 3 sind allesamt resistent. Vor der Blüte können noch Produkte wie Avaunt (B1), Mospilan SG (B4), oder Danjiri (B4) eingesetzt werden.
Beachte, sind erste Rapsblüten geöffnet, dürfen seit diesem Jahr, weder Mospilan SG noch Danjiri angewendet werden. Bei Mischung eines B4-Insktizides mit einem Azolfungizid verschärft sich die Bienengefährlichkeit auf B2 oder B1. D.h. Bei B2-Einstufung darf erst nach dem täglichen Bienenflug bis 23:00 Uhr appliziert werden.

Pflanzenschutz in Wintergetreide
Kontrollieren sie ihre die Bestände auf Pilkzkrankheiten wie z.B. Septotia tritici oder Gelbrost, nach einem Wetterumschwung können sich die Bedingungen wieder rasch ändern. Anstehende Herbizidmaßnahmen erst bei frostfreier Witterung zum Wochenende durchführen.

Maisaussaat
In Kürze wird die Maisaussaat beginnen, bei guter Befahrbarkeit wurden in den letzten Tagen die Böden flach abgezogen, um den Wasservorrat im Boden zu sichern. Der Boden sollte fein krümelig sein, für einen raschen Aufgang der Aussaat sind Bodentemperaturen von 8 – 10°C ideal.
Im Rahmen der Allgemeinverfügung gilt die Fruchtfolgeauflage als wirksames Instrument gegen den Maiswurzelbohrer im südlichen Rheintal, d.h. in den Jahren 2017 bis 2022 dürfen maximal zweimal nacheinander Mais angebaut werden. In Gebieten mit starkem Krähendruck wird für das Jahr 2021 eine Korit-beizung des Maisaatgutes empfohlen. Dabei ist auf eine gute Bodenbedeckung der Körner, insbesondere beim Aus- und Einsetzen des Sägerätes im Vorgewende zu achten.
Sofern die Maiszünslerbekämpfung mit der bewährten Ausbringung von Trichogramma-Schlupfwespen eingeplant ist, sollte sofern noch nicht geschehen, umgehend der Bedarf beim regionalen Landhandel geordert werden.

raphael.maurath@lkbh.de

 

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