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Weinbauinfo Markgräflerland Nr. 28

Datum: 19.10.2020

Herbstrückblick 2020:

der „Corona-Jahrgang“ 2020 gehört, zusammen mit den beiden Jahren 2017 und 2018, zu den Jahrgängen mit dem frühesten Lesebeginn. Der Jahrgang ist aber nicht nur geprägt durch seinen sehr frühen Start, sondern auch durch seine extrem kurze Lesedauer. Ende August zeigten die Trauben oft noch eine sehr ungleichmäßige Reife, innerhalb vom Stock und auch innehrhalb der Trauben selbst. Kräftige Niederschläge am letzten Augustwochenende zwischen 35mm (Zunzingen) und 53mm (Blansingen) und anschließend sehr warmes/heißes Spätsommerwetter brachten enormen Schwung in den Reifungsprozess. Die außergewöhnlich hohen Temperaturen, zusammen mit dem austrocknenden Wind im Zeitraum 4. bis 15. September ließen, vor allem bei den Burgundersorten die Beeren schrumpfen und die Mostgewichte steil ansteigen. Um die über das Ziel hinausschießenden Mostgewichte einfangen zu können musste die Lese in dieser Phase enorm beschleunigt werden. Dies war für alle Beteiligten eine nicht ganz einfache Aufgabe. Wir können froh sein, dass wir im Markgräflerland moderne Lesemaschinen in ausreichender Zahl zur Verfügung haben und auch die Verarbeitungskapazitäten in den Verarbeitungsbetrieben zumeist ausgereicht hat. Im Vergleich zum ähnlich frühen Jahrgang 2018 zeigen die diesjährige Werte leicht geringere Mostgewichte, bei etwas höherer Säure und – besonders die Burgundersorten – deutlich geringere Erträge.

Neben dem als Anhang verschickten Herbstergebnis 2020 können Sie auf meiner Webseite weitere interessante Grafiken und Informationen zum aktuellen Jahrgang finden und herunterladen.

Umstrukturierung 2020/21:

Bezüglich der Umstrukturierungsförderung möchten wir nochmal auf vier Dinge hinweisen:

1. Die EU zahlt nur für die tatsächlich bepflanzte Fläche (= letzter Stock plus halbe Gassenbreite) einen Zuschuss. Deshalb sollte die im Antrag beantragte „bestockte Fläche nach der Anpflanzung“ möglichst genau sein. Die Angabe der „Nettorebfläche lt. Weinbaukartei“ stimmt hier zwar oft, aber nicht immer. Gerade bei unförmigen Grundstücken, wenn zum Grundstück noch eine Böschung gehört, oder bei Beantragung von Teilflächen sollte eine genaue Berechnung der beantragten Fläche und vor allem, eine rechtzeitige Anpassung des Flächenumfanges bis spätestens zu der Einreichung der Pfropfrebenrechnung erfolgen. Recht genau kommt man zur richtigen Fläche, wenn man die gepflanzte Stockzahl mit dem Standraum multipliziert. Auch das Nachmessen mittels Fiona ist hilfreich. Durch Überbeantragung ging auch 2020 etliches Geld verloren.

2. Im Unterschied zu den Vorjahren muss im kommenden Förderjahr bei höheren Fördersummen kein Drahtrahmen erstellt sein.

3. Die sofortige Rodung ist auch vor der Antragstellung möglich

4. Aufgrund der derzeitigen Corona-Situation ist das Landratsamt in Breisach für Besucher grundsätzlich nicht geöffnet. Es wird darum gebeten, die sorgfältig und vollständig ausgefüllten Anträge auf dem Postweg an das Landwirtschaftsamt zu senden. Fragen zur Antragstellung können telefonisch mit dem U+U-Team geklärt werden (telefonische Plausibilisierung des Antrages). Rufen Sie hierzu die Hotline: 0761 2187 5895 an. Die persönliche Abgabe des Antrages sollte vermieden werden und kann nur nach vorheriger Absprache mit der Sachbearbeiterin erfolgen.

Die Antragstellung beim Landratsamtes Lörrach läuft ähnlich. Hier sollten sich die Antragsteller bei Herrn Sänger 07621 410 4423, oder Frau Hoch 07621 410 4410 melden.

Antragsfrist ist der 31.12.2020 (Ausschlussfrist!!)

Sonstige Hinweise:

Sachkundefortbildung: Auf Grund der derzeit stark ansteigenden zweiten Corona-Welle sieht es danach aus, dass wir in den kommenden drei Monaten mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Winterversammlungen und damit auch keine Sachkundefortbildungen durchführen können. Wie es Richtung Frühjahr aussieht werden wir sehen.

Eine Möglichkeit der Sachkundefortbildung ist das Angebot der Landakademie. Unter der Adresse www.landakademie.de kann ein Fortbildungskurs im modularen Aufbau absolviert werden. Die Kursgebühr beträgt € 60. Die ausgestellte Teilnahmebescheinigung gilt auch bei uns.

Stellenanzeige: Ein Winzerbetrieb am Bodensee sucht dringend einen Mitarbeiter mit weinbaulicher Ausbildung (genaues siehe Anhang).

Der Infodienst beginnt wieder, sofern nicht anders erforderlich, im März 2021.

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