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Pflanzenschutzmeldung Ackerbau_Nr. 18_2020

Datum: 29.09.2020

Informationsdienst Pflanzenbau und Pflanzenschutz

Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald, Fachbereich Landwirtschaft

29.09.2020

Raps

Der Winterraps ist insgesamt, trotz der trockenen Witterung relativ gleichmäßig aufgelaufen und für die Jahreszeit schon weit entwickelt. Mittlerweile sind die Pflanzen im Fünf- bis Sechsblattstadium angekommen. Der Raps sollte im Rosettenform mit 8 bis 10 Blättern überwintern, sofern noch nicht geschehen wird eine einkürzende Maßnahme empfohlen. Carax und Toprex bringen die stärkste Wirkung. Sollten noch Restmengen von Matador im Pflanzenschutzschrank stehen, dann sollte das vorrangig aufgebraucht werden, da die Aufbrauchfrist am 28.02.2021 abläuft. Bor kann zugemischt werden, es verbessert die Krankheitsresistenz und Winterhärte der Pflanzen.

Rapserdflohfänge zeigen vereinzelt sich in den Gelbschalen, bis jetzt gab es nur vereinzelt akuten Schaden, trotzdem die Bestände weiterhin überprüfen.

Den Bekämpfungserfolg des eingesetzten Herbizides kontrollieren und im Bedarfsfalle noch fällige Maßnahmen durchführen. Mit Runway kann z.B. im Nachauflauf noch gegen Kamille im 4 bis 6 Blattstadium behandelt werden.

Wintergerste

Wintergersteaussaat kann jetzt beginnen, Bodenfeuchte ist günstig beim Einsatz von Bodenherbiziden. Zum Zweiblattstadium der Unkräuter und Ungräser können Mittel wie Herold SC, Malibu, Cadou Pro Pack verwendet werden. Beim Einsatz von Boxer (Prosulfocarb) oder Stomp-präparaten (Pendimethalin) sind folgende Auflagen zu beachten.

Wasseraufwandmenge 300 l/haWindgeschwindigkeit max. 3 m/sabdriftmindernde Düsen 90 %

Bei ungünstigen Witterungsverhältnissen, muss die Behandlung in den späteren NA verschoben werden. Ab dem Zwei- bis Drei-Blattstadium der Kultur haben sich Kombinationen aus Blatt- und Bodenwirkung für den Herbizideinsatz bewährt. Bei der Anwendung von CTU- haltigen Mitteln ist darauf zu achten, dass der Einsatz auf drainierten Flächen verboten ist. Bei günstiger Witterung, ist die Herbizidmaßnahme im Herbst vorteilhafter als im Frühjahr, da die Ungräser und Unkräuter noch kleiner und damit besser erfasst werden. Ein Insektizideinsatz gegen Blattläuse, wird bei Bedarf ab dem Zwei- bis Dreiblattstadium der Gerste empfohlen. Kein Einsatz von Herbiziden, bei zu erwartender Nachtfrostgefahr.

Maisstoppel zeitig nach der Ernte schlegeln

Innerhalb von wenigen Tagen nach der Maisernte sollte die Restpflanze gründlich geschlegelt werden. Damit wird die Strohrotte gefördert und die stängelabwärts wandernde Maiszünslerlarve erfasst und beseitigt, bevor sie im Wurzelstrunk einwintert. Eine bodennahe Schlegelarbeit ist sinnvoll, auf sehr steinigen Feldern ist jedoch Vorsicht geboten.

Vorraussichtlich kommt die Sperrfristverschiebung für das Ausbringen von N-haltigen Düngemitteln

Auf Grünland wird voraussichtlich die Sperrfrist für das Ausbringen von Düngemittel mit wesentlichem N-gehalt für die Berggebiete des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald in diesem Herbst auf 15. November bis 14. Februar 2021 verschoben.

raphael.maurath@lkbh.de

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