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Pflanzenschutzmeldung Ackerbau Nr.15

Datum: 05.08.2020

Informationsdienst Pflanzenbau und Pflanzenschutz
Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald, Fachbereich Landwirtschaft

KW 32
05.08.2020

Zwischenfruchtanbau
Gute Bedingungen sind für die Aussaat von Zwischenfrüchten nach dem gefallenen Niederschlag gegeben. Eine rasche, flache Einsaat nach der Getreideernte ist grundsätzlich vorteilhaft, um das Ausfallgetreide und die Unkrautsamen nicht zu vergraben. Spätsaatverträglich sind z.B. Senf, Ölrettich oder Phazcelia, sie neigen zu einer verminderten Blütenausbildung, aber zu mehr Biomasseaufwuchs, was wiederum eine bessere Unterdrückung von Unkräutern und Ungräsern begünstigt. Um einen gleichmäßigen Aufgang zu fördern, kann mit nachlaufender Walze der Boden rückverfestigt werden.

Kalkdüngung
Auf der Getreidestoppel nach der Getreideernte kann die Ausbringung von Düngekalk idealerweise erfolgen. Eine vorausgegangene Grundbodenuntersuchung, einschließlich pH –Wert gibt Aufschluss über den tatsächlichen Kalkbedarf. So kann eine bedarfsgerechte Kalkdüngung durchgeführt werden. Je Ton-ärmer, bzw. je humusreicher ein Boden ist, desto niedriger liegt sein anzustrebender pH-Wert. Branntkalk ist geeignet, auf gut puffernden, mittleren und schweren Böden. Hingegen kohlensaurer Kalk eignet sich mit seiner eher verhaltenen Wirkung für leichtere Böden mit schlechterer Pufferung. Ein 100 kg Branntkalk entsprechen in seiner Wirkung etwa 200 kg kohlensaurem Kalk.

Sojabohnen
Die Sojabohnen sind im Stadium der Blüte und beim Schotenansatz. Lokal gibt es Schläge mit unbefriedigender Herbizidwirkung, insgesamt haben sie jedoch einen guten Entwicklungsstand. Die Sojabohne ist eine wärmeliebende Pflanze, sie benötigt aber auch gerade im Blühstadium Wasser für eine nachhaltige Ertragsbildung. Auf flachgründigen Standorten sind bereits Trockenschäden sichtbar. Raupen des Distelfalters wurden bisher kaum gesichtet, der Schaden ist leicht zu erkennen, wenn die Raupen an den Blättern fressen und sich die Blätter einrollen, deshalb die Bestände kontrollieren.

Helminthosporium (HTR) Blattdürre
Der Pilz ist sehr wärme- und feuchtigkeitsbedürftig, ideal sind Temperaturen zwischen 18° C und 27°C. Meist treten ab der Maisblüte, Mitte Juli, die ersten länglich wässrigen Symptome der Helminthosporium turcicum (mit einer Zigarre vergleichbar) an Maisblättern auf. Auch Beregnung kann die Symptome fördern, bisher sind noch keine typischen HTR-nekrosen gesichtet worden. Der Körnermais ist überwiegend durch den Anbau von HTR-toleranten Sorten geschützt.

Versuchsfeldtag Orschweier abgesagt
Der geplante Maistag auf dem Zentralen Versuchsfeld in Mahlberg-Orschweier am 09.09.2020 musste aus Corona-gründen leider abgesagt werden. In Eigenregie steht jedoch allen interessierten Landwirten und Besuchern offen, sich einen Eindruck über die diesjährigen Sorten- und produktionstechnischen Versuche zu verschaffen. Unter Beachtung der einschlägigen Vorgaben werden Vorort ausgelegte Versuchsfeldführer bereitgestellt, machen sie regen Gebrauch davon.

raphael.maurath@lkbh.de

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