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Weinbauinfo-Nr. 20-2020

Datum: 25.07.2020

Datum: 


Agenda:     Oidiumbekämpfung bei Befall
 
Stand der Vegetation, Witterung und Weinbau

Die Vegetation 2020 und die Jahre 2018 und 2019 erbrachten witterungsbedingt beste Voraussetzungen für ein hohes Oidiuminfektionsrisiko. Entsprechend häufen sich aktuell Rückmeldungen zu festgestelltem Oidiumbefall. Dieser tritt überwiegend in bekannten Befallslagen, höhere Weinbergslagen in Waldrandnähe, auf.
Eine sehr wichtige sofortige Maßnahme bei Befall ist die Teilentblätterung der Traubenzone und das Entfernen befallener Trauben oder Traubenteile! Es sollte von der Schattenseite (Ost-Nord) die Traubenzone etwas deutlicher entblättert werden. Die unteren 3 Blätter und die Geiztriebe in der Traubenzone entfernen. Auf der Sonnenseite sollten die Geiztriebe entfernt werden. Diese Maßnahme fördert die schnellere Abtrocknung der Trauben und eine bessere Durchlüftung und Belichtung der Traubenzone.
Bei festgestelltem Oidiumbefall der Trauben sollte umgehend eine Pflanzenschutzmaßnahme (Stopp-Spritzung) durchgeführt werden!
 
Rebschutz
Pilzkrankheiten
Oidium- Sonderbehandlung bei Befall
Zum Einsatz kommen Hydrogenkarbonate wie z.B. 8 Kg/ha Vitisan (WZ 1 Tag) und 0,2 % Wetcit (Netzmittel) oder 5 Kg/ha Kumar (WZ F) bei Behandlung der vollen Laubwand. Bei ausschließlicher Behandlung der Traubenzone z.B. 4-5 Kg/ha Vitisan und 0,2% Wetcit oder 3 Kg/ha Kumar.
Unbedingt jede Gasse fahren und bei Behandlung der vollen Laubwand ca. 800 L/ha Wasseraufwand und bei Traubenzone mindestens 500-600 L/ha (Traubenwäsche) applizieren. Bei Tagestemperaturen über 25 °C und trockengestressten Anlagen können Blattschäden entstehen! Besser Morgens oder Abends behandeln!

Die Behandlung sollte nach ca. 5-7 Tagen wiederholt werden. Anschließende Befallskontrolle!
 
 

 
Mit dem Abschluss der Pflanzenschutzempfehlungen endet auch das wöchentliche Weinbauinfo. Die Informationen erfolgen ab sofort nach Notwendigkeit und aktueller Themen.
 
Gez. Tobias Burtsche
Weinbauberatung Kaiserstuhl

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