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Pflanzenschutzmeldung Ackerbau Nr. 14

Datum: 21.07.2020

Informationsdienst Pflanzenbau und Pflanzenschutz

Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald, Fachbereich Landwirtschaft

21.07.2020

Getreideernte, Stoppelbehandlung

Die trocken-heiße Witterung sorgt für geringe Restfeuchtewerte beim Getreide, das gerade gedroschen wird, deshalb sollte nun die Getreideernte rasch abgeschlossen werden. Je nach Standort mit oder ohne Beregnung fiel die Ernte von Winterweizen sehr unterschiedlich aus. Auf kiesigen, unberegneten Standorten lag der Ertrag bei 5 – 6 t/ha auf den besseren Standorten oder auf Böden mit Beregnung konnten 8 - 9 t/ha erreicht werden. Vielfach litten die Qualitäten unter der Frühsommertrockenheit.

Ist eine Stoppelbehandlung gegen diverse Unkräuter und Ungräser eingeplant, sollte folgendes beachtet werden. Zunächst ist ggf. eine mechanische Unkrautregulierung in Betracht zu ziehen. Bei den gut befahrbaren Böden kann eine mechanische Regulierung gegen Quecke, Distel, Ackerschachtelhalm, Beifuß oder Windenarten Effekte bringen, sofern die Pflanzen nach der Bearbeitung völlig austrocknen. In diesem Falle wäre bei der Bodenbearbeitung nicht die reguläre Fahrtrichtung, sondern die diagonale Fahrtrichtung des Ackers vorteilhaft.

Bei der chemischen Behandlung ist entweder das Stroh abgefahren oder kurz gehäckselt. Eine Bodenbearbeitung z.B. mit dem Grubber sollte vor der Behandlung nicht durchgeführt werden. Grundsätzlich gilt, je mehr Blattmasse vorhanden ist, desto mehr Wirkstoff kann bei der Applikation aufgenommen werden. Die Winde sollte eine Trieblänge von mindestens 20 – 30 cm haben, sie kann mit Starane XL behandelt werden. Um das Ausfallgetreide oder auch Gräser zu beseitigen, kann ein glyphosathaltiges Produkt zugemischt oder Kyleo (mit der Wirkstoffkombination Glyphosat und Wuchsstoff) eingesetzt werden. Eine nachfolgende Bodenbearbeitung ist erst nach mindestens 6 Wochen ratsam, wenn die zu behandelnde Flora eine deutliche Braun- bzw. Schwarzfärbung aufweist.

Aber, Feldränder, Feldwege und Böschungen dürfen durch diese Spritzung nicht in Mitleidenschaft gezogen werden, die Auflagen sind bußgeldbewehrt.

Maiswurzelbohrermonitoring

Seit Anfang Juli ist das Maiswurzelbohrermonitoring im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, sowie im gesamten Rheintal von Lörrach bis Rastatt angelaufen. Erste Käfer wurden bereits gefangen, eine Zunahme im Vergleich zur KW 29 im 2019 wurde festgestellt. Ob und wie stark sich die Fruchtfolgeauflage, seit 2017 auf die Anzahl der Käferfänge auswirkt, werden die nächste Wochen bis Ende September zeigen. Die Allgemeinverfügung zur Fruchtfolgeauflage beinhaltet, dass in drei Jahren einmal eine Nichtmaiskultur auf jedem Schlag stehen muss. Diese AV gilt vorläufig bis zum Jahr 2022.

raphael.maurath@lkbh.de

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