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Pflanzenschutzmeldung_Ackerbau_ Nr.13

Datum: 28.06.2020

Informationsdienst Pflanzenbau und Pflanzenschutz

Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald, Fachbereich Landwirtschaft

30.06.2020

Ernte Wintergetreide

Die Ernte der Wintergerste hat bereits begonnen, der Weizen wird in Kürze folgen. Behandelte Flächen hatten eine gesunde Abreife, ansonsten treten zur Zeit Braunrostinfektionen an den unbehandelten Beständen auf. Auftretende schwer bekämpfbare Unkräuter, am besten auf der anschließenden Stoppel bekämpfen.

Maiszünslerbekämpfung

In dieser Woche Kw 27 stand die zweite Ausbringung der Trichgramma-Schlupfwespen im univoltinen Gebiet (eine Maiszünslergeneration) an und sollte mittlerweile ausgebracht sein.

In Kürze werden die ersten Räupchen schlüpfen. Für eine chemische Behandlung sind die Insektizide wie z.B. Steward und Coragen zugelassen. Erst nach dem Larvenschlupf ist eine nachhaltige Wirkung zu erwarten, für eine gute Benetzung mindestens 300 l/ha Wasser einsetzen. Der begrenzende Faktor zur Insektizidausbringung mit einem herkömmlichen Traktor ist die Wuchshöhe des Maises. Sofern ein Stelzenschlepper eingesetzt werden kann, sollte der Ausbringungszeitpunkt des Insektizides später durchgeführt werden. Um Schäden vorzubeugen, sollte die Behandlung in den Nachmittag - oder Abendstunden vonstattengehen, weil die Maisstängel dann elastischer sind und nicht so leicht brechen.

Maiswurzelbohrermonitoring

Ab Anfang Juli bis Ende September wird das Maiswurzelbohrermonitoring im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, sowie im gesamten Rheintal von Lörrach bis Karlsruhe beginnen. Landwirte die interessiert sind auf eigenen Flächen Fallen aufzustellen, um das Käferaufkommen zu bewerten, können kostenlose Fallen vom Amt erhalten, der Vorrat ist begrenzt.

Greening mit Zwischenfrüchten

Der Zwischenfruchtanbau beinhaltet neben verschiedenen Bracheprogrammen und dem Leguminosenanbau den Hauptanteil der ökologischen Vorrangflächen (öVF). Im Rahmen der Fruchtfolge muss der Zwischenfruchtanbau in den Betrieb passen. Deshalb ist folgendes zu beachten.

Keine Kreuzblütler in RapsfruchtfolgenNematodenreduzierende Arten in Kartoffel- oder Mais- und Getreidefruchtfolgen, sofern Nematodenbesatz nachgewiesen wurdeSpätsaatvertägliche Mischungen nach Mais oder Futternutzung

Bei derzeit feuchten Bodenverhältnissen, lassen sich mit ausreichenden Aussaatstärken dichte Bestände aufbauen, die die Unkräuter und Ungräser gut unterdrücken, den Boden beschatten und Humus aufbauen. Sofern sich bei den Flächen mit FAKT E.2.1. und FAKT E.2.2. eine Verunkrautung mit unerwünschten Arten auf dreiviertel der Fläche mit Disteln, Winden, Gänsefuß u.a. breitgemacht hat, kann ab dem 15.07. auf dieser Teilfläche ein Schröpfschnitt durchgeführt werden. Die Mischungen müssen mindestens aus zwei Kulturen bestehen. Verboten sind Pflanzenschutzmaßnahmen und mineralische Stickstoffgaben, einschließlich Klärschlamm im Vegetationszeitraum.

raphael.maurath@lkbh.de

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