Service-Navigation

Suchfunktion

Pflanzenschutzmeldung Ackerbau Nr. 12

Datum: 24.06.2020

Informationsdienst Pflanzenbau und Pflanzenschutz
Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald, Fachbereich Landwirtschaft

24.06.2020

Unkrautbekämpfung nach der Getreideernte

Treten in Getreidebeständen massiv Problemunkräuter auf wie z.B. Quecken, Zaunwinden, Disteln und andere auf, so ist eine generelle Vorerntebehandlung mit einem Totalherbizid unzulässig. Eine Anwendung von Glyphosat zur Arbeitserleichterung (Druschoptimierung) entspricht nicht der guten fachlichen Praxis und ist seit dem 21.05.2014 verboten.
Eine Anwendung ist nur auf Teilflächen erlaubt, auf denen aufgrund von Unkrautdurchwuchs oder Zwiewuchs in lagernden oder stehenden Beständen eine Beerntung nicht möglich ist (WA 700 bzw. WA 701).
Deshalb beim Mähdrusch die maximale Blattmasse der Unkräuter und Ungräser stehen lassen, um damit eine gute Voraussetzung für die spätere Spritzung auf der Stoppel zu schaffen. Bei der Anwendung von Glyphosat-haltigen Pflanzenschutzmitteln ist ein Abstand von 40 Tagen zwischen den Spritzungen einzuhalten. Und zwar für den Fall, dass der Gesamtaufwand von zwei aufeinander folgenden Spritzungen mit glyphosat-haltigen Produkten die Summe von 2,9 kg Glyphosat/ha überschreitet.

Falsche Maispflanzen
In Saatmaisvermehrungsbeständen sind die sogenannten falschen Pflanzen, auch Maisdurchwuchs aus dem Vorjahr, jetzt gut sichtbar, zu bereinigen. Um eine gezielte Bestäubung und Saatgutqualität zu erzeugen, müssen diese Pflanzen entfernt werden.

Vogelfraß
Noch immer treten lokal Fraßschäden an jüngst ausgesäten Kulturen wie z.B. Mais, Hirse, Kürbis u.a. durch Krähen und Tauben auf. Neben sonstigen Vergrämungsmaßnahmen, im Bedarfsfalle eine Abschussgenehmigung über das Landratsamt beantragen

Jakobskreuzkraut
Das Jakobskreuzkraut eine Pflanze, sie wird von Landwirten und Pferdehaltern nicht gerne gesehen und breitet sich an den Strassenrändern und Wiesen mehr und mehr aus. Eine nachhaltige Weidepflege ist jetzt in der Vollblüte sinnvoll. D.h. das Abblühen, verbunden mit Samenflug sollte durch rechtzeitige Schnittnutzung oder Abmulchen in jedem Falle vermieden werden. Ins Heu sollte das Jakobskreuzkraut nicht kommen, es schmeckt dann zwar nicht mehr bitter, ist aber immer noch giftig.

raphael.maurath@lkbh.de

Fußleiste