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Pflanzenschutzmeldung Ackerbau Nr. 20

Datum: 25.10.2019

Informationsdienst Pflanzenbau und Pflanzenschutz
Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald, Fachbereich Landwirtschaft

23.10.2019

Wintergetreide
Die ausgesäte Wintergerste und Tritcale sind zum Teil im Zwei- bis Dreiblattstadium. Sofern es die Befahrbarkeit zulässt, gibt es momentan günstige Bedingungen für Herbizidmaßnahmen, wie z.B. Cadou Forte Set (Bacara Forte + Cadou SC) oder Herold SC oder Malibu.
Bei den milden Herbsttemperaturen ist damit zu rechnen, dass Blattläuse und Zikaden nach der Maisernte das ausgesäte Wintergetreide besiedeln. Deshalb besteht für das auflaufende Getreide ein erhöhtes Virusinfektionsrisiko, insbesondere im Hinblick auf Gelbverzwergung und andere Virosen. Als Richtwert geht man bei virösen Blattläusen davon aus, dass ab 20% besiedelter Pflanzen, eine Bekämpfung sinnvoll ist. Für Zikaden gibt es keine eindeutige Schadschwelle, deshalb fortlaufend die Bestände kontrollieren und im Bedarfsfalle ein Insektizid ausbringen. Ein idealer Zeitpunkt wäre im Ein- bis Zweiblattstadium des Getreides gegeben, wenn die Fahrgassen sichtbar sind. Jetzt auch auf Schädigung durch Schnecken achten, im Bedarfsfalle Schneckenkorn ausbringen.

Raps
Die Rapsbestände sind zum großen Teil, homogen und üppig entwickelt, mittlerweile sind die Pflanzen im Achtblattstadium angekommen. Bei schwächer entwickelten Beständen mit kleinen Rapspflanzen ist weiterhin auf Schädigung durch den Erdfloh zu achten. Der Raps sollte in Rosettenform mit 8 bis 10 Blättern überwintern. Sofern noch nicht geschehen, wird eine fungizide, einkürzende Maßnahme empfohlen. Bor kann zugemischt werden, es verbessert die Krankheitsresistenz und Winterhärte der Pflanzen.
Den Bekämpfungserfolg des eingesetzten Herbizides ist zu überprüfen.

Maisernte und -fruchtfolge
Die Maisernte hat begonnen, ein sorgfältiges Schlegeln der Ernterückstände, bringt kurz nach dem Drusch, Vorteile für die Strohrotte und eine Reduzierung des Maiszünslers. Nach einer sauberen Pflugfurche kann anschließend noch Winterweizen ausgesät werden.
Die Maisfruchtfolgeauflage gilt im Rheintal per Allgemeinverfügung, in den ausgewiesenen Gebieten, vorläufig bis zum Jahr 2022. Diese beinhaltet, dass in drei Jahren einmal eine Nichtmaiskultur angebaut werden muss.

Sperrfristverschiebung für das Ausbringen von N-haltigen Düngemitteln
Auf Grünland wurde die Sperrfrist für das Ausbringen von Düngemittel mit wesentlichem N-gehalt für den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald in diesem Herbst für die Berggebiete um zwei Wochen, auf den 15. November bis 14. Februar 2020 verschoben. Auf der Homepage des Landratsamtes finden sie unter Landwirtschaft, Allgemeinverfügung nähere Angaben zu den festgelegten Ausbringungsgebieten.
raphael.maurath@lkbh.de

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