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Pflanzenschutzmeldung Ackerbau Nr. 13

Datum: 02.07.2019

Informationsdienst Pflanzenbau und Pflanzenschutz
Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald, Fachbereich Landwirtschaft

Breisach 02.07.2019

Wintergetreideernte
Das Fahnenblatt kann mangels Chlorophyll nicht mehr assimilieren. Die beständige, trocken-heiße Witterung treibt die Abreife des Winterweizens im Rheintal zügig voran, die Ernte wird in Kürze anlaufen.
Für die Vorerntebehandlung mit Glyphosat bestehen sehr strenge Auflagen. Massiv auftretende Verunkrautung im Getreide kann zwar auf sehr begrenzten, kleinen Flächen zur Vereinfachung der Ernte behandelt werden, sollte aber besser im Nachernteverfahren auf der Stoppel erledigt werden. Insbesondere Wurzelunkräuter wie Zaun- und Ackerwinde, Disteln, Beifuß, Klettenlabkraut, Queckennester u. a. lassen sich effektiv nach der Ernte, auf der Getreidestoppel bekämpfen. Auch eine mechanische Unkrautbekämpfung kann bei guten Boden- und Witterungsverhältnissen nach der Ernte sehr erfolgreich sein.
Beim chemischen Einsatz, nach der Ernte, die Unkräuter und Ungräser durchwachsen lassen, damit sich wieder ausreichend Blattmasse für die Wirkstoffaufnahme der Mittel anbieten. Bei Windenbesatz ist eine Trieblänge von 20 cm bis 40 cm für eine nachhaltige Wirkung geeignet. Wenn die Winden braun sind, kann nach ca. 5 Wochen die Bodenbearbeitung durchgeführt werden.
Folgt nach der Ernte eine Begrünung durch öVF ist nach der Getreideernte kein chemischer Pflanzenschutz mehr gestattet. Bei FAKT-begrünung hingegen dürfen nach der Aussaat der Zwischenfrucht keine chemischen Pflanzenschutzmittel mehr eingesetzt werden.
Auf eine gute Strohrotte achten, bleibt das Stroh auf dem Feld sollte das Stroh kurz gehäckselt, gleichmäßig verteilt und flach in den Boden eingearbeitet werden.

Falsche Maispflanzen
In Saatmaisvermehrungsbeständen sind die sogenannte falsche Pflanzen, auch Maisdurchwuchs aus dem Vorjahr, jetzt gut sichtbar. Um eine gezielte Bestäubung und Saatgutqualität zu erzeugen, müssen diese Pflanzen entfernt werden.

raphael.maurath@lkbh.de

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