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Pflanzenschutzmeldung Ackerbau Nr. 11

Datum: 28.05.2019

Informationsdienst Pflanzenbau und Pflanzenschutz
Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald, Fachbereich Landwirtschaft

28.05.2019

Winterweizen
Die Winterweizenbestände sind im Stadium beginnende Blüte bis Vollblüte. Lokal sind Niederschläge während der Blüte gefallen, d.h. bei Temperaturen über 16°C kann es zu Ährenfusarium-infektionen kommen. Diese Infektion kann nun zu hohen DON-Werten führen, was die anschließende Weizenvermarktung gefährden kann. Unter den derzeitigen Bedingungen wird, sofern noch nicht geschehen eine Behandlung mit Prosaro oder Osiris empfohlen.
Eine Behandlung wird, zwei Tage vor oder besser nach einem möglichen Infektionstermin empfohlen. Neben Fusarium erfassen die Fungizide auch klassische Pilzkrankeiten wie Septoria, DTR oder Rost. Das Mittel DON-Q ist ein Spezialfungizid und hat nur eine reduzierende Wirkung auf die Mykotoxinbildung, nicht aber auf andere Pilzkrankheiten an Winterweizen. Der bisherige Druck an Getreidehähnchen und Blattläusen liegt deutlich unter der Schadschwelle, eine pauschale Insektizidmaßnahme wird nicht empfohlen. Bei Getreidehähnchen liegt die Schadschwelle bei 20 % geschädigter Blattfläche. Bei Blattläusen gilt der Richtwert von 20 % mit Blattläusen besiedelter Pflanzen.

Wintergerste

Lokal wurde Gerstenflugbrand gesichtet. Die Ähren sind auffällig, anstatt einer Ähre sind schwarzbraune Brandsporen sichtbar. Eine Verfütterung ist möglich, Nachbau ist bei stärkerem Befall nicht ratsam. Kontrollieren sie ihre Bestände. Mit einer gängigen, sorgfältig durchgeführten Beizung lassen sich Brandkrankheiten sehr gut bekämpfen.

Mais

Die Unkrautbekämpfung im Mais sollte zunehmend zum Abschluss kommen. Die Behandlungen im VA und im frühen NA zeigen aufgrund des Regens bislang gute Wirkungen. Prüfen sie die Wirkung der ausgebrachten Herbizide im Bedarfsfalle bei unzureichender Wirkung nachbehandeln. Nach Regen oder Beregnung sollte ein Tag gewartet werden, damit sich eine solide Wachsschicht auf dem Maisblatt für den Einsatz von Bromoxynilen aufbauen kann. Grundsätzlich mit der Behandlung nicht zu lange zuwarten, bei Bestockung der Schadhirsen sollte die Herbizidmaßnahme durchgeführt werden. Die Witterungsverhältnisse sind für die Herbizidausbringung günstig. Zum Teil auftretende Ackerminze, lässt sich mit Arrat und Dash und Peak, Cato und FHS oder mit Maister Power bereinigen. Für den Einsatz von Mais Banvel oder Arrat und Dash sollten wüchsig warme Temperaturen gegeben sein, im Zweifel eine separate Überfahrt einplanen. Die Wuchslänge der Winden sollte bei 20 -30 cm liegen. Mittel, wie z.B. Callisto oder Laudis entfalten auch eine unterdrückende Wirkung gegen Ackerschachtelhalm und Kartoffeldurchwuchs.
Nicosulfurone wie Kelvin, Elumis, Samson u.a. dürfen nur alle zwei Jahre eingesetzt werden. Prosulfuron-haltige Produkte wie Peak, dürfen nur alle drei Jahre mit max. 20 g/ha eingesetzt werden. Der Einsatz von Terbuthylazin-haltigen Mitteln ist in allen Wasserschutzgebieten (Normal- bzw. ogL-, Problem- und Sanierungsgebieten) in Baden-Württemberg in den Schutzzonen I bis III verboten.

raphael.maurath@lkbh.de

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