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Pflanzenschutzmeldung Ackerbau Nr. 5

Datum: 10.04.2019

Informationsdienst Pflanzenbau und Pflanzenschutz
Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald, Fachbereich Landwirtschaft

Breisach
KW 15, 10. April 2019

Winterraps

Durch den Regen und die damit einhergehende Abkühlung der letzten Tage hat sich der Zuflug des Rapsglanzkäfers (RGK) und die Entwicklung der Rapsblüte verlangsamt. Die Besiedelung der Pflanzen mit Rapsglanzkäfer am Feldrand lag bei abgeschüttelten Pflanzen auf allen Standorten unter acht Käfern und damit unter der Schadschwelle. Eine Behandlung gegen den RGK ist auf den meisten Flächen bereits erfolgt.
Der Regen war für alle Kulturen ein Segen, die Wetterprognose wird die Rapsentwicklung verlangsamen, kühle Nächte sollen bis Anfang nächster Woche anhalten. Sind 10 % der Rapspflanzen in Blüte, ist die Gefahr des RGK gebannt und es wird keine weitere Schädigung der Knospen durch den Rapsglanzkäfer geben. Nach dem Blühbeginn können die Gelbschalen aus den Beständen entfernt werden. Beim Einsatz von B1 Mitteln dürfen keine Rapsblüten und blühende Unkräuter vorhanden sein.
Nach der Knospenbildung bis Vollblüte ist auf den Kohlschotenrüssler zu achten, die Schadschwelle liegt bei 1 Käfer je zwei Pflanzen. Bei der Kohlschotenmücke liegt die Schadschwelle bei einer Mücke je 4 Pflanzen.

Winterweizen, Wintergerste, Winterroggen, Triticale

Der nachhaltig flächendeckend gefallene Regen hat in den Getreidekulturen einen regelrechten Entwicklungsschub verursacht. Nährstoffe können aufgenommen werden und bei kühlen Temperaturen kann das Wachstum gediegen vorangehen. Der Winterweizen ist noch relativ gesund, bei 10 -15 °C, hoher Luftfeuchte und hoher Lichtintensität kann sich Gelbrost etablieren. Nach einer Infektion können sich innerhalb von 16 bis 18 Tagen die typischen Sporenlager an den Blättern zeigen, deshalb nun fortlaufend die Bestände kontrollieren. Anfällige Gelbrostsorten sind z.B. JB Asano, Akteur, Meister, Kerubino oder Alixan.
In der Wintergerste werden schon erste Pilzinfektionen sichtbar wie z.B. Netzflecken, Mehltau oder Rhynchosporium. Die Behandlung sollte erst nach der kühlen Witterungsphase bei warmen Temperaturen erfolgen, wenn die Wiederbefahrbarkeit der Flächen gegeben ist. Dann wäre auch bei milden Nachttempertaturen die Zumischung von eines trinexapac-haltigen Wachstumsreglers wie z.B. Countdown günstig.

Sommergetreide

Das Sommergetreide hat die Bestockung begonnen, noch sind sehr wenige Ungräser und Unkräuter sichtbar. Mit der Herbizidmaßnahme kann deshalb noch bis zum Ende der Bestockung abgewartet werden.

raphael.maurath@lkbh.de

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