Weinbauinfo Markgräflerland Nr. 24

Herbstbericht 2022:

Nach 2018 und 2020 haben wir nun mit dem 2022er Jahrgang erneut einen sehr heißen, trockenen und frühen Jahrgang. In der ersten Augusthälfte hatten wir noch große Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen durch die Trockenheit, wie sinkende Erträge und explodierende Mostgewichte. Dann kamen ab 15. August noch rechtzeitig die erlösenden Niederschläge und alles war anders. Die Mostgewichte sind nicht durch die Decke, dafür aber die Erträge. Wie schon im ertragreichen Jahr 2018 spiegeln die eingelagerten Mengen – Bereichsdurchschnitt Markgräflerland 137kg/ar - nicht diejenigen Mengen wieder, welche draußen im Rebberg hingen. Besonders positiv ist der gute Gesundheitszustand der gelesenen Trauben. Insgesamt können wir mit dem Herbstergebnis voll zufrieden sein. Neben dem als Anhang verschickten Herbstergebnis 2022 können Sie auf meiner Webseite weitere interessante Grafiken und Informationen zum aktuellen Jahrgang finden und herunterladen.

Das frühe Leseende und die langsame Herbstverfärbung haben zu einer guten Holzreife geführt, erkennbar am gut ausgereiften Rebholz. Ähnlich dem „Eisweineffekt“ zehren aber jetzt noch am Stock befindliche Trauben an den Stockreserven. Die gehören also weg.   

 

Pflanzrechtumwandlung:

Umwandlung von Pflanzrechten für Flächen, die vor dem 01.01.2016 gerodet wurden, zur Überführung in das neue Rechtssystem

- für diese Flächen ist eine Antragstellung nur noch bis 31.12.2022 möglich

- Antragsteller: Nur derjenige, der die Rodung in der WBK gemeldet hat

- Mit diesem Antrag kann verlegt (auf andere Flächen übertragen) oder an derselben Stelle gepflanzt werden

- Die Bescheide gelten ab Bescheid-Datum 3 Jahre, außer in dem Fall, dass die ursprüngliche Gültigkeit von 13 Jahren überschritten wäre (dann nur 13 Jahre)

Beispiel: 2012 gerodet, Bescheid gültig bis 31.07.2025 (Ende Weinwirtschaftsjahr)

Sonderregelung zum Ende: Bei Verbescheidung Januar bis März 2023 gelten nicht die 3 Jahre ab Bescheid-Datum, sondern der 31.12.2025 als Ende der Gültigkeit

Sprechen Sie hierzu mit dem zuständigen Sachbearbeiter Herr Zipf, RP Freiburg, Tel: 0761-2081292.

 

Handarbeitsweinbau und FAKT C2 Steillagen

1. Förderung Handarbeitsweinbau

a. der Verpflichtungszeitraum von 5 Jahren im Förderverfahren HWB läuft am 31.12.2022 für die ersten Antragstellungen des Jahres 2017 aus. Die damals beantragten Flurstücke laufen nicht automatisch weiter, sondern müssen neu beantragt werden – allerdings über FIONA. Die Programmierung hierfür ist noch nicht abgeschlossen, weitere Details gibt es zu einem späteren Zeitpunkt.

b. Für neue Flächen bleibt die Pflicht zur Stellung eines Antrags auf Teilnahme bestehen.

 

2. FAKT C 2 Steillagen

a. Ab 2023 wird es über FAKT keine Förderung mehr geben für „C2 Erhaltung von Weinbausteillagen“

b. Auch die Verpflichtungen aus dieser Maßnahme laufen aus

c. Bisher geförderte Antragsteller der FAKT-Maßnahme C2 sollten rechtzeitig prüfen, ob ihre Flächen geeignet sind für die „Förderung Handarbeitsweinbau (HWB)“. Bei Eignung wäre für diese Flächen entsprechend ein Vorantrag HWB zu stellen.

d. Die Einreichfrist wird im Laufe des Novembers bekanntgegeben.

 

Sachkundegrundlehrgang 

Die Weinbauberatung am Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald plant wieder einen gemeinsamen Sachkundegrundlehrgang für Winzer. Er wird an 6 Schulungsabenden online stattfinden. Die Abschlussprüfung wird an einem Freitag im Staatlichen Weinbauinstitut in Freiburg stattfinden. Anbei als Anlage die Ausschreibung. 

Fortbildung Sachkunde Pflanzenschutz 

Auch die Fortbildungen zur Sachkunde Pflanzenschutz werden wir wieder, wie in den letzten zwei Jahren, online anbieten. Wir planen 6 Fortbildungsabende a´2 Stunden im Februar bis Anfang März 2023. Wir werden die Fortbildungen zeitnah ausschreiben.

 

Das nächste Weinbauinfo erfolgt nach Bedarf.          

 

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