Pflanzenschutz-Hinweis Gemüsebau Südbaden 2026 (KW 39)

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Lauchminierfliege

Die Lauchminierfliege war in dieser Woche in ganz Südbaden an Schnittlauch zu finden. Wo vorgesehen und noch nicht geschehen, sollten jetzt Netze auf zu schützende Kulturen aufgelegt werden. Wenn der Einsatz von Insektiziden  geplant ist, sollte dieser im Lauf der kommenden Woche stattfinden, spätestens, bevor es dafür zu kalt wird oder bevor Regen einsetzt, der die Lauchminierfliege vielleicht doch noch aus den Startlöchern lockt.   

Raupen

An Salat gesellen sich zu den Raupen der Gammaeule jetzt vermehrt die der Baumwollkapseleule. Örtlich sind bis zu 20 % der Pflanzen befallen, wobei letztere dominiert. Auch Löcher in Erbsen- oder Bohnenhülsen, die meist erst bei der Ernte auffallen, gehen auf Baumwollkapseleule zurück. Gefunden werden Raupen aller Altersstufen. Mit dem Schlüpfen weiterer Raupen muss gerechnet werden. Deshalb kann auch jetzt noch eine Behandlung sinnvoll sein. 

Gleiches gilt für Tomaten, Paprika oder Zuckermais. Wirksam sind z. B. Coragen, Lepinox Plus, XenTari, SpinTor, Mimic, Benevia, Minecto One, Mospilan SG oder Pyrethroide.

Von Raupen durchlöcherte Bohnenhülsen

Bilder: Häufig erntet man jetzt löchrige Bohnen (oben). Manchmal sind Raupen des Maiszünslers dafür verantwortlich (unten), häufiger aber die der Baumwolkapseleule (ganz unten: eine junge Raupe beim Einbohren in eine Bohnenhülse)

Raupe des Maiszünslers aus Bohnenhülse

Raupe von  Helicoverpa armigera frisst an Bohnenhülse

Blattläuse

Die Große Salatblattlaus (Nasonovia ribisnigri) ist wieder im Salat zu finden. Das warme, trockene Wetter ermöglicht regen Zuflug. Bevorzugt werden junge Sätze besiedelt.   

Außer den regulären Zulassungen können in Freiland-Salate die Notfallzulassungen für Sivanto Prime (Salate, Rucola-Arten, bis 10.12.2026), Movento SC 100 (Salat-Arten, bis 09.01.2027) und Pirimor G (Salate, Endivien, bis 19.01.2027) genutzt werden. 

In Kopf- und Rosenkohl muss weiterhin auf die Mehlige Kohlblattlaus geachtet werden. 

Möhrenfliege

Die Aktivität der Möhrenfliegen bewegt sich an den beobachteten Standorten nahe an der Nachweisgrenze. Das schließt nicht aus, dass in manchen Lagen doch ein stärkeres Auftreten möglich ist. 

Rote Bete und Mangold

Der Rübenerdfloh genießt die sonnigen, trockenen Tage. Rote Bete stecken den Lochfraß jetzt gut weg, zersiebte Mangoldblätter lassen sich aber kaum verkaufen. Der Befall ist nicht überall gleich stark. Bei Kontrollen sollte auch ins Herz der Pflanzen geschaut werden. Ausgefranst wirkende junge Blätter, Vernarbungen an Blattstielen und feine Gespinste weisen auf Befall mit Rübenmotte hin. Die grau-braunen, etwa 1,5 cm langen Räupchen sind schwer zu entdecken. Behandlungen mit z. B. Minecto One oder Karate Zeon wirken gegen beide Schädlinge. 

Auch einzelne Rübenstängelrüssler treiben sich noch in den Kulturen herum. Außer leichter Fraß an Blättern ist keine weitere Schädigung zu erwarten.

Bild unten: Befall mit Rübenmotte erkennt man an zerfressenen Herzblättern Vernarbungen am Blattstiel und feinen Gespinsten. Die Raupen selbst sind schwer zu finden.Fraßspuren der Rübenmotte an Mangold

Zulassungen

Tabelle: Neue Zulassungserweiterungen, Zulassungen und Änderungen (Stand 25.09.2026)Neue Zulassungen 2026_09_25