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Pflanzenschutzmeldung Ackerbau Nr. 11

Allgemeinverfügung um den Maiswurzelbohrer zu bekämpfen

Am 25.08.2022 wurde vom Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald eine Allgemeinverfügung über Maßnahmen zur Bekämpfung des Maiswurzelbohrers erlassen. Sie basiert auf der Grundlage von §3 Abs. 1 Satz 3 des Pflanzenschutzgesetzes (PflSchG) vom 06.02.2012, (BGBL I S.148, 1281). Die Allgemeinverfügung vom 12.06.2019 für den Anbauzeitraum 2018 – 2022 wird unbefristet verlängert. Auf Maisanbauflächen ist damit weiterhin eine Fruchtfolge von höchstens zweimal Maisanbau in drei Jahren (66 %) einzuhalten. Diese Regelung gilt nicht für den Saatmais bei Anbau in Folge. Die Einhaltung der Auflagen wird kontrolliert und kann bei Nichteinhalten, eine Ordnungswidrigkeit zur Folge haben.

 

Winterraps

Die Rapsaussaat wird in wenigen Tagen abschließen. Je nach Boden- und Niederschlagsverhältnissen ergibt sich ein sehr unterschiedliches Bild. Der erste Raps ist bereits beim Auflaufen. Zum Wochenende gemeldete Niederschläge können die weitere Wachstum und die Entwicklung fördern.  

In den IPSplus-Schutzgebieten wie z.B.: (Vogelschutz-, Landschaftsschutzgebiet und FFH) sollten Spritzfenster angelegt werden. Jetzt müssen Gelbschalen aufgestellt und regelmäßig kontrolliert werden, um den Erdfloh zu bewerten, am besten, die Schalen zur Hälfte in den Boden eingraben. Bei moderaten Temperaturen ist mit dem Auftreten des Erdflohes zu rechnen. Die Schadschwelle liegt bei 10 % Frassschäden an der Blattfläche oder bis zum 6-Blattstadium des Raps bei 50 -  75 Käfer pro Schale in drei Wochen.

Nur bei Überschreitung der Schadschwelle sollten Pyrethroide eingesetzt werden, da die Wirkungsgrade aufgrund zunehmender Resistenzen begrenzt sind. Nach lokalen Niederschlägen ist auch der Schneckenfraß umgehend regelmäßig zu kontrollieren. Schnecken können über Nacht massive Schäden an den kleinen Rapspflanzen verursachen.   

 

Wintergetreide in die Maisfruchtfolge einplanen

Wintergetreide zeigen sich ertragsstabiler als Sommerungen, da sie die Winterfeuchte besser nutzen können. Gesunde und widerstandsfähige Sorten, mit guten Bewertungen in den Kriterien Lagerneigung, Blatt- und Ährengesundheit eignen sich zur Aussaat. Die Sortenwahl 2023 richtet sich je nach Nutzungsrichtung und Vermarktungsmöglichkeiten ihres Handelspartners.

Folgende Sorten sind ggf. interessant:

 

Wintergerste

mehrzeilig: Esprit, Teuto, Sy Galileoo (H), KWS Higgins

zweizeilig: California, SU Vireni, KWS Moselle, Bordeaux, KWS Sommerset,

 

Triticale

Cedrico, Lombardo, Ramdam

 

Dinkel

Zollernperle

 

Winterweizen-A

Rubisko, Hymalaya, RGT Reform, LG Initial, Patras, Apostel, Asory

Winterweizen B

Boss, Informer, Porthus, Campesino,

Winterweizen C

Revolver

Winterweizen E

KWS Emerick, Moschus

 

Weitere, ausführliche Informationen zu Wintergetreidekulturen und -sorten finden sie unter www.ltz-augustenberg.de > Arbeitsfelder >Pflanzenbau >Sorten.

Wintergerste kann auch noch im Oktober bei kühleren Temperaturen noch ausgesät werden. Das Virusübertragungsrisiko durch Läuse und Zikaden sollte dann reduziert sein. Bei derzeitigen Tagestemperaturen, ist die anstehende Aussaat von Wintergetreide der Blattlausinfektion ausgesetzt. Wenn nach dem Auflaufen der Wintergerste die Fahrgassen sichtbar werden, gilt es, die Bestände kontrollieren und im Bedarfsfalle ein B4-Insektizid einsetzen

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